Eslarn – Tillyplatz : Anliegerversammlung – Erstmals und sehr mysteriös!

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Hinweis: Ab Montag, den 18.03.2019 wird Eslarn für den überregionalen Verkehr gesperrt sein. Die Sperrung – bereits ab Schönsee – ist bis Dezember 2019 genehmigt, soll aber vielleicht nur bis August/ September dauern. Da muß man sagen, dass die „alten Römer“ wirklich eine Spitzenleistung vollbrachten, denn hätten diese bei dem Bau derenAquädukte auch so lange gebraucht wären diese sicher ist im Jahr 3000 nach Christus fertig geworden. 😉

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Gestern am 13.03.2019 fand ab 18.30 Uhr in der „Alten Turnhalle“ in Eslarn die erste Anliegerversammlung zur Information über die Neugestaltung des Tillyplatzes
sowie den notwendigen Straßen- und Kanalbauarbeiten in einem Teil der Kirchen- und der Tillystrasse statt.
Wie immer handelte es sich um Frontalpräsentation zu welcher ca. 50 Personen erschienen waren, darunter die meisten aus dem Umfeld der Gemeindeverwaltung.
Es waren neben dem ersten Bürgermeister auch der Ortskämmerer VOAM Roland Helm, sowie zwei planende Architekten, ein Herr Rubenbauer und eine Frau Meier (oder Maier?) anwesend. Zudem ein Polier des ausführenden Bauunternehmens Seebauer aus Schwarzhofen, und ein von dieser Firma gestellter Ansprechpartner für die BürgerInnen.
Da sich die Anwesenden scheinbar nicht selbst vorstellen sollten, sind uns nur die bereits genannten Daten bekannt. Die Landschaftsarchitektin Meier (oder Maier?) wies auf den Einwand des in der Tillystrasse ein Zoigl-Lokal betreibenden Eigentümers er würde Parkplätze verlieren hin, dass die Planungen bereits abgeschlossen wären.
Dabei handelte es sich an diesem Abend um die erste Anliegerversammlung bei der es vor allem auch an Bildinformationen zur letztendlichen Gestaltung des Areals fehlte.
Unserer Redaktion war als bisher planender Archtekt nur ein Dipl.-Ing. Martin Gebhardt (G2 Architekten, 92637 Weiden) bekannt. Dessen Planungen – immerhin im Umfang von ca. **180.000.– Euro Architektenhonorar scheint man aber zwischenzeitlich so überplant zu haben, dass man die neuen Ergebnisse – außer einer Versetzung des Kriegerdenkmals um ca. 3 Meter in Richtung Poststrasse, und einer Erhöhung und rückwärtigen Bepflanung mit Bäumen nicht zeigen wollte.
Letztlich soll die Ludwig-Müller-Strasse damit zu einer Art „verkehrsberuhigter Spielstrasse“, und u.a. ein dort seit 80 Jahren stehendes Ortsbild prägendes Geschäftsanwesen (unser Redaktionssitz) ausgeblendet werden. Eslarns Verantwortlichen scheint eine Verherrlichung des Zweiten Weltkriegs wichtiger, denn eine schöne lebenswerte Athmosphäre am Tillyplatz zu schaffen. Man möchte Ladengeschäfte nahezu „ruinieren“, damit künftig nur noch Vereine – und hier scheinbar SPD-nahe Einrichtungen Bewirtungsmöglichkeiten wahrnehmen können. Dem „AWO Eslarn – Tagespflegezentrum“ verschafft man – gestern erstmalig präsentiert – neben einem zur Hauptstrasse hin vorgelagerten „Kleinen Hofgarten“ eine weitere gepflasterte Fläche. Damit kann dieses Tagespflegezentrum im Gegensatz zu anderen Einrichtungen in der Gegend künftig durch kommunale SPD-Unterstützung auch kleine Feste feiern, und sich als attraktiv präsentieren.
Eslarns Bauhofchef, Wasserwart und Pfarrsprecher Anton Hochwart entschuldigte den kath. Ortsgeistlichen Erwin Bauer, und wollte wissen ob die Fronleichnams-Prozession mit einem Altar bei der Raiffeisenbank-Zweigstelle am Tillyplatz abgehalten werden könne. Ansonsten würde der Pfarrer diese Prozession einmalig in der Ortspfarrkirche halten.
Weiterhin wies Hochwart darauf hin, dass auch die Wasser-Hausanschlüsse im Sanierungsgebiet erneuert werden. Wer jedoch vor Jahren im Wege des Mauerdurchbrauchs Metallrohre verbauen liess, muß diese auf eigene Kosten entfernen lassen. Er (Hochwart) werde in nächster Zeit die Verbauung solcher Metallrohre persönlich bei den Häusern prüfen bzw. vorstellig werden. Der Austausch darf nur durch zugelassene Installateure erfolgen, nicht wie Hochwart betonte „Spengler oder Installateure die schon mal so was gemacht haben“. Scheinbar will Hochwart selbst prüfen ob die Installateure über die notwendige Qualifikation verfügen.

Eine ausführlichere Darstellung dieser „Anliegerversammlung“ erfolgt in Kürze zusammen mit dem Bericht aus dem öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung vom 12.03.2019.