Nordoberpfalz – Geschichte: Letzter Wärter von Flossenbürg verstorben. Ermittlungen eingestellt.

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Es ist erst ein paar Jahre her, dass man eines damals an den Nazi-Greueltaten in der Nordoberpfalz beteiligten ehemaligen Angestellten in den USA habhaft werden konnte. Hier dauerte das Auslieferungsverfahren so lang, dass dieser kurz nach erfolgter Auslieferung nach Deutschland verstorben sein soll.

Nun ist auch der letzte ? noch lebende KZ-Wärter des ehem. Konzentrations- und vor allem Vernichtungslagers Flossenbürg in einem Krankenhaus verstorben, noch bevor die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen zur Erhebung einer Anklage führen konnten. Entdeckt wurde dieser neuerliche Fall durch eine Recherche unserer Nachbarn in Tschechien, in derem Militärarchiv.

Dies erspart nicht nur der zuständigen Staatsanwaltschaft jede Menge mit Sicherheit unliebsamer Arbeit, sondern dürfte einige Personen ruhiger schlafen lassen. Denn unzweifelhaft hätte diese Person vielleicht sogar noch Auskunft über weitere seiner Kameraden geben können, die bisher noch nicht entdeckt wurden, und von Teilen der Bevölkerung der Nordoberpfalz nicht grundlos aufgrund verwandschaftlicher Nähe verschwiegen werden dürften.

Es gab schliesslich „viel zu ernten“. Da war nicht nur die Arbeitskraft der bis zum Tode Geschundenen. Es gab auch Goldzähne und wertvolle Habseligkeiten, welche man den über die Eisenbahnstrecke „Weiden – Floss- Flossenbürg“ zur Vernichtung antransportierten Leuten abgenommen hatte. Wie uns schon vor Jahren jemand „höchst vertraulich“ mitteilte, sollen da viele geldwerte Dinge nicht in den offiziellen Büchern erschienen, sondern auf dem Weg von der Nordoberpfalz zu zentraleren Sammelstellen entlang der Bahnstrecken „einfach so aus dem Waggon gefallen“ sein. Es soll sogar noch ganze Waldareale geben, in denen solche Dinge bis heute versteckt sein sollen. Ein mittlerweile Verstorbener teilte uns dies während eines längeren Gesprächs mit. Er beklagte, dass ihm „von ziemlich hoher Stelle“ Grabungen in diesem Bereich nahezu „verboten“ worden sein sollen. Schon ein paar Mal wollte man in diesem Bereich großflächiger grabend tätig werden, doch bislang wurde dies von politischer Seite immer wieder unterbunden. Stellt sich die immer noch zu klärende Frage, ob dort nicht auch noch menschliche Überreste zu finden wären. Sollte jemand ausweislich „berechtigtes Interesse“ bekunden, werden wir diesen Anfragenden gerne die uns bekannt gewordenen Informationen bekannt geben.

 

Hinweis: Wenn Sie Zeit haben, dann könnten Sie an folgendem Projekt des ITS Bad Arolsen mitmachen:

https://www.zooniverse.org/projects/arolsen-archives/every-name-counts

Es geht um die Digitalisierung diverser Dokumente der Nazizeit, um das Gedenken an damals Ermordete aufrecht zu erhalten, der Ermordeten vielleicht erstmals nach so vielen Jahren gedenken zu können. Danke!