„Bundesnetzagentur gefährdet Energiewende“ – Hasler kritisiert sinkende Eigenkapitalverzinsung (Pressemitteilung N-ERGIE AG)

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„Bundesnetzagentur gefährdet Energiewende“ – Hasler kritisiert sinkende Eigenkapitalverzinsung

„Bundesnetzagentur gefährdet Energiewende“
Josef Hasler kritisiert sinkende Eigenkapitalverzinsung für Strom- und Gasnetzbetreiber

Josef Hasler, Vorsitzender des Vorstands der N-ERGIE Aktiengesellschaft, reagiert mit Unverständnis und deutlicher Kritik auf die Absenkung der Netzrenditen, die die Bundesnetzagentur, am Mittwoch, 20. Oktober beschlossen hat.

Die Verzinsung des Eigenkapitals sinkt in der kommenden Regulierungsperiode von 6,91 Prozent auf 5,07 Prozent für Neuanlagen und für bestehende Anlagen von 5,12 Prozent auf 3,51 Prozent.

„Verteilnetz ist entscheidende Infrastruktur“

„Das Verteilnetz ist bereits heute die entscheidende Infrastruktur der Energiewende. Seine Bedeutung verstärkt sich in den kommenden Jahren noch einmal entscheidend, da nahezu alle relevanten Entwicklungen auf dieser Netzebene stattfinden. Elektromobilität, Wärmepumpen und der dynamische Ausbau der Erneuerbaren: Der Transportbedarf in den Verteilnetzen steigt, sie müssen kurz- und mittelfristig substanziell verstärkt und ausgebaut werden, damit sie diesen neuen Gegebenheiten standhalten. Um es klar zu sagen: Uns steht damit eine echte Mammutaufgabe bevor.

Es ist deshalb völlig unverständlich, warum die Bundesnetzagentur diese Ausnahmesituation der Netzbetreiber schlicht ignoriert und kontraproduktive Rahmenbedingungen setzt. Die neu reglementierten Renditen sind in keinster Weise geeignet, den fundamentalen Herausforderungen im Verteilnetz zu begegnen“, sagt Josef Hasler.

„Potenzial, den Ausbau der Erneuerbaren auszubremsen“

Hasler fährt fort: „Die Entscheidung der Bundesnetzagentur wird zu Engpässen führen und hat das Potenzial, den Ausbau der Erneuerbaren bis zum Erliegen auszubremsen. Besonders prekär ist, dass sie darüber hinaus die Versorgungssicherheit der Bürgerinnen und Bürger gefährdet.“

„Besondere Herausforderungen erfordern besondere Investitionsanreize. Deshalb kann ich nur an die kommende Bundesregierung appellieren, diese klare Fehlentscheidung der Bundesnetzagentur zu korrigieren und mit zusätzlichen alternativen Finanzierungsinstrumenten gegenzusteuern – etwa in Form eines Investitionskostenzuschusses“, schließt Hasler.

[20. Oktober 2021 um 17:36]