pexels-ahmed-akacha-6757966

Politik – aktuell: Problematische Weidener „Vertriebenenpolitik“?

Environment EU Geschichte -History Gesellschaft Gesundheit - HealthCare Information Informative Medien-News Miscellaneous News News & Politics Politik aktuell Wirtschaft

Eigentlich ist es in der kreisfreien Stadt Weiden/ Opf. ja ziemlich ruhig, was den Ukraine-Krieg und den Zustrom von Flüchtlingen betrifft. Schnell aber war – Hatten Sie es mitbekommen? – der Terminus „Vertriebene“ mit dem man die vor dem Krieg aus der Ukraine Flüchtenden ca. eine Woche lang in den deutschen Medien bezeichnte wieder weg, und die bekanntere Bezeichnung „Flüchtlinge“ wurde (wieder) auch auf diese Menschen angewandt.

Klar, denn gerade im Regierungsbezirk Oberpfalz weiß man hier ganz genau zu unterscheiden. Wohnen doch gerade hier zu über 70% der Bevölkerung aus den ehem. sog. „deutschen Ostgebieten“ stammende Personen, mittlerweile in xter Generation. Diese Personen bezeichnen sich Deutschland weit zum Teil in neuester Generation (noch) als „Vertriebene“, wobei man in deren Herkunftsländern – denn natürlich waren alle diese nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland gekommenen Menschen längst in xter Generation Bürger:innen deren Herkunftsstaates – etwas andere Begrifflichkeiten bevorzugt, auch nicht von „Vertreibung“, sondern in der jeweiligen Landessprache eher von  „Abschiebung“ und „Ausweisung“ spricht.

So weit, so bedauerlich, aber es hat wie die aktuelle Situation zeigt auch Auswirkungen auf jedewede andere Person, die den Boden Deutschlands betritt oder auch nur betreten will. Denn außer Sie kommen mit jeder Menge Geld und Reputation, oder Sie landen sogar im Regierungsbezirk Oberpfalz einem der ländlichsten Regierungsbezirke Bayerns bei tausenden sog. „Leerstände“ nicht in einer fest gemauerten Behausung, sondern in Containerlagern. Seßhaft werden Sie dort kaum. Es scheint aber irgendwie auch so beabsichtigt zu sein.

Mehr dazu in der neuen DEEZ-Ausgabe, die ab Ende Mai 2022 über die einschlägigen Kanäle erhältlich ist.

 

It’s actually pretty quiet in the independent town of Weiden/Opf, as far as the Ukraine war and the influx of refugees are concerned. But it was quick – did you notice? – the term „displaced persons“ that was used in the German media to describe those fleeing the war from the Ukraine for about a week was gone again, and the more familiar term „refugees“ was (again) also used for these people.

Sure, because especially in the administrative district of Upper Palatinate you know how to differentiate between them. More than 70% of the population from the former so-called „East German regions“ live here, now in the xth generation. Some of these people, some of whom are in the latest generation, (still) refer to themselves as „displaced persons“ in Germany, although in their countries of origin – because of course all of these people who came to Germany after the Second World War were long since the xth generation citizens of their country of origin – something different terms preferred, also not of „escape“, but rather of „deportation“ and „expulsion“, in the respective national language.

So far, so unfortunate, but as the current situation shows, it also has an impact on any other person who enters or even wants to enter German soil. Because unless you come with a lot of money and reputation, or you even end up in the Oberpfalz administrative district, one of the most rural administrative districts in Bavaria with thousands of so-called „vacancies“, not in a solidly built dwelling, but in container warehouses. You will hardly settle down there. But somehow it seems to be intentional.

More on this in the new DEEZ issue, which will be available from the end of May 2022 via the relevant channels.